Was ist die Sollzinsbindung?
Die Sollzinsbindung (auch Zinsbindung oder Zinsfestschreibung) bezeichnet den Zeitraum, in dem der Sollzinssatz eines Immobilienkredits unverändert bleibt. Während dieser Frist kann die Bank den Zinssatz nicht einseitig anpassen – unabhängig von der Entwicklung des Marktzinsniveaus.
Typische Zinsbindungsfristen:
- 5 Jahre
- 10 Jahre
- 15 Jahre
- 20 Jahre
- Selten: 25 oder 30 Jahre (Volltilgerdarlehen)
Die Sollzinsbindung endet zu einem fest vereinbarten Termin. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie folgende Optionen:
- Prolongation: Verlängerung bei derselben Bank zu neuen Konditionen.
- Anschlussfinanzierung: Wechsel zu einem anderen Kreditinstitut (Forward-Darlehen oder klassische Umschuldung).
- Vollständige Ablösung: Falls die Restschuld durch Eigenkapital oder Verkauf getilgt werden kann.
Die Zinsbindung schützt Sie vor steigenden Zinsen, bedeutet aber auch, dass Sie bei sinkenden Marktzinsen nicht automatisch profitieren – außer Sie nutzen das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren (§ 489 BGB).