Was ist eine Prolongation und wie unterscheidet sie sich von einer Anschlussfinanzierung?
Eine Prolongation ist die Fortsetzung des bestehenden Kreditvertrags bei Ihrer bisherigen Bank, sobald die Zinsbindung endet. Die Bank unterbreitet Ihnen in der Regel drei bis sechs Monate vor Fristablauf ein Prolongationsangebot mit neuen Konditionen – meist per Brief oder Online-Banking-Nachricht.
Anschlussfinanzierung ist der Oberbegriff für alle Finanzierungsformen nach Ablauf der Erstbindung:
- Prolongation: Verlängerung beim aktuellen Kreditgeber ohne Bankwechsel.
- Umschuldung (externes Anschlussfinanzierung): Wechsel zu einer anderen Bank, die Ihre Restschuld ablöst.
- Forward-Darlehen: Sicherung aktueller Zinsen bis zu 66 Monate vor Ende der Zinsbindung.
Hauptunterschied: Prolongation erfordert keine neue Bonitätsprüfung und spart Notarkosten (keine neue Grundschuld nötig). Umschuldung kann jedoch 0,2–0,8 % p.a. günstigere Zinsen bringen, wenn der Wettbewerbsmarkt niedriger liegt als das Prolongationsangebot Ihrer Hausbank (Quelle: FMH-Finanzberatung, Stand Q1 2026). Bei hohen Restschulden (> 200.000 €) lohnt sich ein Vergleich daher stets.