Eigenkapital und Finanzierungsgrundlagen
**Wie viel Eigenkapital benötige ich für eine Baufinanzierung?** Banken verlangen üblicherweise **mindestens 10–20 % Eigenkapital** des Kaufpreises plus Nebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler). In Rheinland-Pfalz liegt die Grunderwerbsteuer bei 5 %, Notar und Grundbuch bei ca. 1,5 %, ggf. Makler 3–7 % — insgesamt also **10–15 % Nebenkosten**. Die Kaufnebenkosten sollten idealerweise aus Eigenkapital gedeckt werden. **Beispiel Mainz:** Bei einem Kaufpreis von 400.000 € fallen ca. 50.000 € Nebenkosten an. Eigenkapital von 80.000 € (20 % des Kaufpreises) deckt Nebenkosten plus 30.000 € des Kaufpreises — die Bank finanziert die restlichen 370.000 €. **Baufinanzierung ohne Eigenkapital (Vollfinanzierung):** Eine **Vollfinanzierung** (100 % Kaufpreis) oder **110 %-Finanzierung** (inkl. Nebenkosten) ist möglich, jedoch mit höherem Zinssatz (oft 0,3–0,6 % p.a. Aufschlag) und strengeren Bonitätsanforderungen. Sinnvoll für Beamte oder Gutverdiener mit sehr sicherem Einkommen und niedrigem Alter. Im Rhein-Main-Gebiet nutzen Kapitalanleger Vollfinanzierungen teils bei niedrigen Zinsen, wenn die Mietrendite über den Fremdkapitalkosten liegt. > **Hinweis:** Eigenkapital senkt das Ausfallrisiko der Bank und verbessert Ihre Zinskonditionen merklich. Vergleichen Sie stets Angebote mit verschiedenen EK-Quoten (10 %, 20 %, 30 %).