Definitionen: 100%-Beleihung vs. Vollfinanzierung (110%)
100%-Beleihung: Kaufpreis vollständig fremdfinanziert
Die Bank finanziert den Kaufpreis der Immobilie zu 100 %, der Beleihungsauslauf (Loan-to-Value, LTV) liegt bei exakt 100 % des Verkehrswerts. Käufer bringen die Kaufnebenkosten – im Raum Mainz/Wiesbaden typischerweise 8–10 % – aus eigenen Mitteln ein. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € sind das rund 32.000–40.000 € Eigenkapital.
- Beleihungsauslauf: 100 % des Kaufpreises (Verkehrswert)
- Eigenkapital-Bedarf: Kaufnebenkosten (ca. 8–10 %)
- Zins-Aufschlag: +0,10–0,30 % p.a. ggü. 80%-Beleihung
- Üblich bei: Käufer mit solider Bonität, mittlerem Einkommen
Vollfinanzierung (110%): Kaufpreis plus Kaufnebenkosten
Die Vollfinanzierung deckt Kaufpreis und Kaufnebenkosten ab, der Beleihungsauslauf steigt auf 105–110 % des Verkehrswerts. Banken stufen diese Variante als Hochrisiko-Finanzierung ein, da vom ersten Tag an keine Eigenmittel im Objekt stecken und im Verkaufsfall ein Verlust droht (Verkaufskosten schmälern Erlös).
- Beleihungsauslauf: 105–110 % des Verkehrswerts
- Eigenkapital-Bedarf: 0 € (theoretisch); Banken fordern oft Rücklagen
- Zins-Aufschlag: +0,40–0,80 % p.a. ggü. 80%-Beleihung
- Üblich bei: Besserverdiener, Beamte, Akademiker mit sicherem Einkommen