Eigenkapitalquote und Kaufnebenkosten: Die Basis jeder Finanzierung
Eigenkapitalquote bezeichnet den Anteil der Eigenmittel am Gesamtinvestitionsvolumen – nicht nur am Kaufpreis, sondern inklusive Kaufnebenkosten. Im Rhein-Main-Gebiet summieren sich diese Nebenkosten in der Regel auf 9–11 % des Kaufpreises: Grunderwerbsteuer (Rheinland-Pfalz 5 %, Hessen 6 %), Notar- und Grundbuchkosten (ca. 1,5–2 %), gegebenenfalls Maklerprovision (3,57 % inkl. MwSt. bei geteilter Courtage).
Rechenbeispiel: Mainzer Eigentumswohnung, 90 m², 387.000 €
| Position | Betrag (€) | Anteil (%) |
|---|---|---|
| Kaufpreis | 387.000 | 100,0 |
| Grunderwerbsteuer (5 % RLP) | 19.350 | 5,0 |
| Notar + Grundbuch | 6.600 | 1,7 |
| Makler (geteilt, 3,57 %) | 13.806 | 3,6 |
| Kaufnebenkosten gesamt | 39.756 | 10,3 |
| Gesamtinvestition | 426.756 | 110,3 |
Bei 10 % Eigenkapital bezogen auf den Kaufpreis (38.700 €) wären die Nebenkosten nicht vollständig gedeckt; Sie benötigen mindestens 39.756 € plus 10 % vom Kaufpreis = 78.456 €, um echte 10 % EK zu erreichen. Bei 20 % Eigenkapital sind es 39.756 € + 77.400 € = 117.156 €.