Definition: Was ist ein Annuitätendarlehen?
Ein Annuitätendarlehen ist ein Tilgungsdarlehen, bei dem die Summe aus Zinsen und Tilgung in jeder Periode (Monat oder Vierteljahr) konstant bleibt. Diese Summe heißt Annuität (lat. annus = Jahr). Die Bank berechnet zu Beginn die Höhe der Rate aus Darlehenssumme, Sollzins und anfänglicher Tilgung; der Kreditnehmer zahlt diese Rate bis zum Ende der Zinsbindung unverändert.
Kernmerkmale:
- Konstante Rate: Planbare monatliche Belastung über die gesamte Zinsbindung.
- Sinkender Zinsanteil: Mit jeder Rate reduziert sich die Restschuld, daher fallen die absoluten Zinsen.
- Steigender Tilgungsanteil: Der freiwerdende Zinsanteil fließt automatisch in die Tilgung, beschleunigt die Entschuldung.
- Zinsbindung: Üblicherweise 5, 10, 15 oder 20 Jahre; danach Anschlussfinanzierung zu dann aktuellen Konditionen.
Im Rhein-Main-Gebiet dominiert das Annuitätendarlehen die Baufinanzierung, da Eigennutzer wie Kapitalanleger Wert auf stabile Liquiditätsplanung legen. Alternative Darlehensformen (z. B. Tilgungsaussetzung mit Bausparvertrag oder endfälliges Darlehen) spielen eine untergeordnete Rolle.