Grunderwerbsteuer in Rheinland-Pfalz: 5 % des Kaufpreises
Die **Grunderwerbsteuer** ist die größte Einzelposition unter den Kaufnebenkosten. In Rheinland-Pfalz beträgt sie **5,0 %** des notariell beurkundeten Kaufpreises (Stand 2026). Sie wird vom Finanzamt nach Beurkundung per Bescheid erhoben und ist innerhalb von vier Wochen nach Zustellung fällig. **Berechnungsgrundlage:** Die Steuer bemisst sich am reinen Grundstückskaufpreis ohne Inventar oder bewegliche Gegenstände. Kauft ein Käufer eine Eigentumswohnung in Mainz für 400.000 €, fallen 20.000 € Grunderwerbsteuer an. **Vergleich zu Nachbarbundesländern:** | Bundesland | Grunderwerbsteuer | Beispiel 400.000 € | |---|---|---| | Rheinland-Pfalz | 5,0 % | 20.000 € | | Hessen | 6,0 % | 24.000 € | | Baden-Württemberg | 5,0 % | 20.000 € | | Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 26.000 € | | Bayern | 3,5 % | 14.000 € | > **Hinweis:** Die Grunderwerbsteuer ist nicht umlagefähig und wird nicht in die Bemessungsgrundlage der Finanzierung einbezogen. Sie muss aus vorhandenem Eigenkapital beglichen werden. **Ausnahmen:** Innerhalb der Familie (z. B. Verkauf an Ehepartner oder direkte Nachkommen) kann die Grunderwerbsteuer unter bestimmten Voraussetzungen entfallen (§ 3 GrEStG). Schenkungen und Erbschaften unterliegen nicht der Grunderwerbsteuer, sondern der Erbschaft-/Schenkungsteuer.