Wie funktioniert der Miete-oder-Kauf-Rechner?
Der Rechner vergleicht zwei Szenarien parallel: Szenario Miete (monatliche Kaltmiete plus Nebenkosten, eingesparte Kaufnebenkosten werden verzinst angelegt) und Szenario Kauf (Kaufpreis, Eigenkapital, Darlehen, Zins, Tilgung, Instandhaltung, Grundsteuer). Sie geben ein:
- Kaufpreis der Immobilie (z. B. 450.000 € für eine 90-m²-Wohnung in Mainz)
- Verfügbares Eigenkapital (mindestens 20 % empfohlen, besser 25–30 %)
- Monatliche Kaltmiete für vergleichbare Wohnlage
- Sollzins (aktueller Marktzins, Stand 2026 ca. 3,5–4,2 % bei 10-jähriger Zinsbindung)
- Tilgungssatz (2–3 % initial üblich)
- Haltedauer (10, 20 oder 30 Jahre)
Der Rechner addiert auf Käuferseite Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer Rheinland-Pfalz/Hessen 6,0–6,5 %, Notar/Grundbuch ca. 1,5 %, Makler 3,57–7,14 % je nach Vereinbarung) und die laufenden Kosten (Instandhaltungsrücklage ca. 2–3 €/m² Wohnfläche/Monat, Grundsteuer, Hausgeld bei Eigentumswohnungen). Auf Mieterseite wird die eingesparte Kaufsumme mit einem konservativen Anlagezins (z. B. 2 % nach Inflation) hochgerechnet.
Ergebnis: Eine Grafik zeigt die kumulierten Kosten beider Szenarien. Der Break-even-Punkt markiert das Jahr, ab dem Kauf günstiger ist als Miete. Liegt dieser Punkt bei Jahr 15, sollten Sie planen, mindestens 15 Jahre in der Immobilie zu wohnen.