Warum Banken bei Freiberuflern und Selbstständigen strenger prüfen
Kreditinstitute stufen selbstständige Einkommen als volatiler ein als Angestelltengehälter. Die Ausfallwahrscheinlichkeit (PD = Probability of Default) liegt laut Bundesbank-Statistik bei Selbstständigen durchschnittlich 1,8-fach höher, was sich in höheren Risikokosten niederschlägt. Konkret bedeutet das für Sie:
- Drei Jahre BWA und Steuerbescheide sind Standard – zwei Jahre akzeptieren nur wenige Regionalbanken in Ausnahmefällen.
- Eigenkapitalquote: Während Angestellte teils mit 10 % finanzieren, erwarten Banken von Selbstständigen häufig 20–25 % (siehe Vergleich: /eigenkapital-immobilienkauf-10-vs-20-prozent-mainz).
- Zinsaufschläge von 0,15–0,40 Prozentpunkten gegenüber vergleichbaren Angestellten-Profilen sind üblich.
- Auftragslage und Diversifikation: Abhängigkeit von wenigen Großkunden wird kritisch bewertet; Banken fordern Referenzlisten und Auftragsbestätigungen.
In Mainz und Wiesbaden führen zwei Großbanken sowie fünf Sparkassen und Volksbanken unterschiedliche Bewertungsstandards. Ein Vergleich mehrerer Angebote ist daher unerlässlich.